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«Robinson Crusoe» in German

Book Robinson Crusoe in German

Robinson Crusoe

51 vote
Author
Pages:
333
Reading time:
16 hours
Genres
Children's literature , Adventure novel
Originally published
1719
Original language
English

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Robinson Crusoe: read the book

Ich wurde geboren im Jahre 1632 in der Stadt York von guter, zwar nicht landeingesessener Familie; mein Vater nämlich war ein Ausländer, aus Bremen gebürtig, und hatte sich zuerst in Hull niedergelassen. Nachdem er sich dort als Kaufmann ein ansehnliches Vermögen erworben, gab er sein Geschäft auf und übersiedelte nach York, von wo er meine Mutter gefreit hatte, deren Familie, mit Namen Robinson, dortzulande sehr wohlgeachtet war und nach der ich Robinson Kreutzner genannt wurde. Nach der üblichen Art der Engländer, die Worte zu ver-unstalten, nennt man uns und nennen und schreiben wir selbst uns jetzt Crusoe, und so nannten mich auch immer meine Kameraden. Ich hatte zwei ältere Brüder, deren einer Oberstleutnant in einem englischen Regiment zu Fuß in Flandern war und in der Schlacht bei Dünkirchen gegen die Spanier fiel. Was aus meinem zweiten Bruder wurde, habe ich ebensowenig je erfahren, wie meine Eltern erfuhren, was aus mir wurde. Da man mich, als den dritten Sohn des Hauses, zu keinerlei Hantierung anhielt, begann sich mein Kopf schon sehr früh mit schweifenden Gedanken anzufüllen: mein Vater, der schon hochbejahrt war, hatte mich alles lernen lassen, was man eben durch häusliche Erziehung und in einer öffentlichen Schule lernen kann, und hatte im Sinn, einen Juristen aus mir zu machen; ich aber hatte nur den einzigen Wunsch, zur See zu gehen, und diese meine Begier trieb mich so hitzig gegen den Willen, ja gegen das Gebot meines Vaters und gegen alles Flehen und Zureden meiner Mutter und meiner Freunde an, daß es schien, als habe mich ein Dämon beim Wickel meiner eigenen Wünsche gefaßt, um mich dem elendigen Leben zuzuschleppen, das mir bevorstand. Mein Vater, ein kluger und gesetzter Mann, gab mir manchen ernsten, vortrefflichen Rat gegen mein von ihm wohlbemerktes Vorhaben. Er rief mich eines Morgens in sein Zimmer, an das ihn die Gicht fesselte, und stellte mich sehr warm über diesen Gegenstand zur Rede. Er fragte mich, was ich denn, außer bloßer Wanderlust, für Gründe hätte, mein Vaterhaus und Vaterland zu verlassen, wo mir die Zukunft offenstehe und die Aussicht winke, durch Arbeit und Fleiß in aller Behaglichkeit und Annehmlichkeit mein Glück zu machen. Er sagte, auf Abenteuer in die Fremde zu gehen, um durch Unternehmungen hochzukommen und sich berühmt zu machen, die vom gemeinen Wege abwichen, das sei etwas entweder für Stiefkinder oder
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