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«My Uncle Sosthenes» in German

Onkel Sosthène

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Author
Pages:
13
Reading time:
30 minutes
Genres
Stories
Originally published
1882
Original language
French

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Onkel Sosthène: read the book

Mein Onkel Sosthène war Freidenker, und zwar wie es deren viele giebt, nämlich aus Dummheit. Manche sind religiös aus dem gleichen Grunde. Der bloße Anblick eines Priesters setzte ihn in ganz absonderliche Wut. Er ballte die Faust gegen ihn, legte die Hände wie Hörner an den Kopf und faßte hinter seinem Rücken Eisen an – schon ein Zeichen von Gläubigkeit, nämlich des Glaubens an den bösen Blick. Jedenfalls wenn es sich einmal um übernatürliche Dinge handelt, dann muß man entweder alles glauben oder nichts. Mich, der ich auch Freidenker bin, das heißt ein Gegner aller Dogmen, die nur die Furcht vor dem Tode erfunden hat, mich ärgern die Kirchen nicht weiter, mögen sie nun römisch- oder griechischkatholisch, apostolisch, buddhistisch, jüdisch, mohamedanisch sein. Und dann habe ich einen Standpunkt, von dem aus ich sie erklären kann. Jede Kirche bedeutet eine Huldigung dem Unbekannten. Je weiter uns nun das Denken führt, desto weniger giebt es Unbekanntes, desto mehr Kirchen fallen. Aber statt eines Räucherfasses würde ich Fernrohre, Mikroskope und elektrische Maschinen hineinstellen.
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