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«The House of the Seven Gables» in German

Das Haus mit den sieben Giebeln

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Author
Pages:
403
Reading time:
16 hours
Type
Novels
Genres
Gothic, Detective, Historical, Mystique, Psychological, Social, Horror
Sections
Gothic novel , Historical novel , Mystical novel , Psychological novel , Social novel
Originally published
1851
Original language
English

Table of contents

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Das Haus mit den sieben Giebeln: read the book

KAPITEL 1. DAS ALTE GESCHLECHT DER PYNCHEONS

An einer Nebenstraße einer Stadt unseres Neuengland steht auf halbem Weg ein Holzhaus, verwittert, mit sieben spitzen Giebeln nach allen Himmelsrichtungen und mächtigen Kamintürmen dawischen. Nach den Pyncheons heißt die Straße, nach den Pyncheons heißt das alte Haus, und eine Ulme vor dem Tor mit weitem Blätterdach und festen Wurzeln nennt jedes Kind der Stadt die Pyncheon-Ulme. Wenn ich gelegentlich die Stadt besuche, verzichte ich selten auf einen Abstecher zur Pyncheon Street und gehe durch den Schatten der beiden Altertümer – der großen Ulme und des sturmerprobten Hauses.
Das ehrwürdige Gebäude ist mir seit je wie ein Gesicht erschienen, das nicht nur von Wind und Wetter draußen gezeichnet ist, sondern von langem Erdenleben drinnen und dessen Wechselfällen redet. Wollte man diese angemessen schildern, würde eine Erzählung von nicht geringem Gewicht und Wert daraus, dazu erstaunlich schlüssig, fast wie von Künstlerhand gestaltet. Doch würde sie eine Kette von Ereignissen umfassen, die fast zwei Jahrhunderte umspannt und bei angemessener Würdigung einen stärkeren Folianten oder zahlreichere Duodezbände füllen würde, als man für die Chronik von ganz Neuengland während dieser Zeit vernünftigerweise beanspruchen dürfte. Es drängt sich daher auf, mit den meisten Legenden zum alten Haus der Pyncheons, auch Haus mit den sieben Giebeln genannt, kurzen Prozeß zu machen. Skizzieren wir also nur die Begleitumstände der Grundsteinlegung, werfen wir einen Blick auf die vom vorherrschenden Ostwind geschwärzte alte Fassade – ohne die grünlichen Moostupfer auf dem Dach und den Mauern zu vergessen –, und beginnen wir unsere eigentliche Geschichte in einer unsrer eignen noch nicht allzu fernen Zeit. Trotzdem gibt es eine Verbindung zu längst Vergangenem – einen Bezug zu vergessenen Geschehnissen und Menschen und fast oder ganz altmodischen Sitten, Gefühlen und Ansichten –, die, kundig vermittelt, dem Leser begreiflich machen könnte, wie sehr selbst das noch nie Dagewesene aus alter Substanz besteht. So ließe sich denn auch eine gewichtige Erkenntnis aus der wenig beachteten Wahrheit ableiten, daß das Tun einer flüchtigen Generation der Keim ist, aus dem in ferner Zukunft gute oder schlechte Saat aufgehen wird und muß; und daß die Menschen mit dem Samen zur vergänglichen Ernte namens Nützlichkeit zwangsläufig auch die Eicheln zäherer Gewächse stecken, die dunkle Schatten auf ihre Nachkommen werfen können.
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